Aktion Noteingang Mittweida

Herzlich Willkommen auf der Internetseite der Aktion Noteingang Mittweida.

Das Ziel der Initiative ist es, möglichst viele Aufkleber mit dem Titel "Wir bieten Schutz bei rassistischen und faschistischen Übergriffen" in Läden, Geschäften, öffentlichen Einrichtungen etc. anzubringen. Dafür benötigen wir Hilfe und Unterstützung.

Der Schirmherr unserer "Aktion Noteingang Mittweida" ist Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse. Unterstützt wird die Initiative von MdB Detlef Müller.
Finanziert und unterstützt wird die Initiative vom "Deutschen Nationalkomitee für internationale Jugendarbeit" und der "Amadeu-Antonio-Stiftung"

                     

Noteingang Mittweida bekommt den Ernst-Engelbrecht-Greve-Preis 2009

Die Sächsische Landjugend e.V. und der Jugendclub Kriebethal haben auf der Grünen Woche in Berlin im Januar 2009 zum zweiten Mal den Ernst-Engelbrecht-Greve-Preis bekommen. Wir haben den dritten Preis errungen, der mit 1.000 Euro dotiert ist. Der Preis wurde uns verliehen für unsere Arbeit mit dem Projekt "Aktion Noteingang Mittweida". Damit wurde von Seiten des Deutschen Bauernverbandes, des Bundes der Deutschen Landjugend und der R+V Versicherungen unser Engagement gegen Rechtsextremismus und Rassismus gewürdigt. Wir freuen uns über diese Bestätigung.

In Beeskow (bei Frankfurt/Oder) läuft Aktion Noteingang sehr erfolgreich
Landrat stellt sich an die Spitze der Aktion und klebt ersten Aufkleber

"Die Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt Beeskow wollen nicht mehr zusehen, wenn Menschen angefeindet oder sogar angegriffen werden. Sie werden sich jetzt an der schon seit 1998 und in vielen Städten in ganz Deutschland bekannten „AKTION NOTEINGANG“ beteiligen. Zahlreiche Geschäfte und Einrichtungen der Stadt Beeskow haben schon ihre Teilnahme zugesagt.

Auch die Kreisverwaltung in persona des Landrates Manfred Zalenga und zweier Mitarbeiter wird am Freitag, dem 6. Juni 2008 um 9.00 Uhr die ersten drei Aufkleber AKTION  NOTEINGANG an ihren Gebäuden anbringen.
Später sollen diese Aufkleber an allen Häusern der Kreisverwaltung am Standtort Beeskow angebracht werden und signalisieren, dass Menschen, die von rassistischer und/oder rechtsextremer Gewalt bedroht werden, hier in den öffentlichen Gebäuden der Kreisverwaltung Schutz finden und Hilfe bekommen können."

So heißt es auf der Homepage des Landratsamt Oder-Spree. Wir freuen uns über diesen Erfolg der Initiative, zu der wir mit unseren Aufklebern einen Beitrag leisten konnten. Weitere Infos zu "Aktion Noteingang Beeskow" gibt´s hier.

Zeitungsausschnitte:

Aktion Noteingang erneut ausgezeichnet

Am heutigen 01. Februar 2008 wurden die Sächsische Landjugend e.V. und der Jugendclub Kriebethal erneut ausgeziechnet für ihr Projekt "Aktion Noteingang". Das vom Bundesinnenministerium und vom Justizministerium getragene "Bündnis für Demokratie und Toleranz" verlieh den Preis "Aktiv für Demokratie und Toleranz", dotiert mit 2.000 Euro an die Initiative "...für ein ideenreiches und wirkungsvolles Beispiel zivilen Engagements." Übergeben hat diese Auszeichnung Frau Monika Lazar, Bundestagsabgeordnete der Bündnis 90/Die Grünen in einer Feierstunde in Anwesenheit von Bürgermeister Matthias Damm.


Sebastian Gräfe von der Initaitivgruppe bedankte sich für den verliehenen Preis und hofft nun darauf, dass weitere Initiativen mehr Unterstützung bekommen als Aktion Noteingang zuteil wurde.

Neben der Aktion Noteingang bekam auch das "Bündnis für Menschenwürde - gegen Rechtsextremismus im Landkreis Mittweida", in dem die Sächsische Landjugend e.V. und auch der Jugendclub selbst Mitglied sind, den Preis. Auch über diesen Preis freuen wir uns. Außerdem wurde Rebecca K. für ihr zivilgesellschaftliches Engagement ausgezeichnet, weil sie im letzten Jahr einem Mädchen zur Hilfe gekommen ist, das von rechtsextremen Schlägern bedrängt wurde und dann selbst Opfer rechter Gewalt wurde. Das ist ein wichtiges Zeichen.


Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse, der auch Schirmherr der Aktion Noteingang ist, schickte beiden Initiativen ein Grußwort, dass auch öffebtlich verlesen wurde. Darin freut er sich über die Ehrung, gerade weil die Beharrlichkeit beider Initiativen nun Früchte trägt. Beide Initiativen wären ein Beleg dafür, dass "die bequeme Auffassung, man könne sowieso nichts tun", nun widerlegt sei. Weiter schreibt er: "Und es bleibt dabei: Wer sich für andere einsetzt, wer all jenen, die von Rechtsextremisten bedroht werden, Schutz und Hilfe gewährt, der schädigt nicht das Images seiner Stadt oder seiner Region. Der befördert vielmehr das friedliche Zusammenleben in unserer Gesellschaft, trägt zur Festigung unserer Demokratie und zu gelingender Integration bei." Herr Thierse hofft, dass diese Würdigung möglichst viele BürgerInnen und Bürger zu Aktivität ansteckt.

Die Aktion Noteingang jedenfalls wird über diesen Tag hinaus natürlich weitermachen. Vielleicht hilft diese Würdigung dabei, noch ein paar mehr Türen zu öffnen, um sie zu NotEINgängen zu machen.

 

Aktion Noteingang vor Weihnachten noch sehr erfolgreich

Erneut waren sieben Mitglieder der Initiativgruppe von Aktion Noteingang am 22. Dezember 2007 unterwegs, um LadeninhaberInnen für das Anbringen eines Aufklebers zu gewinnen. Im Neubaugebiet und in Altmittweida haben sie am Samstag in insgesamt 19 Läden, Geschäften und Gaststätten LadeninhaberInnen angesprochen. Und in sechs Fällen waren sie sofort erfolgreich. So wurden in je einem Lebensmittelladen, einem Getränkehandel, einem Imbiss, einem Autohaus, einer Gaststätte und einem Blumengeschäft von den LadeninhaberInnen die Aufkleber sofort angebracht. Fünf weitere Läden wollen den Aufkleber nach Rücksprache in den nächsten Tagen anbringen. Die Jugendlichen sind begeistert von dem Erfolg der vierten Tour. Insgesamt waren die Reaktionen sehr positiv, viele waren sofort dabei. Es kamen Stimmen wie jene: "Macht den Aufkleber dran, das ist schon in Ordnung." Damit hängen in Mittweida nun insgesamt 15 Aufkleber an öffentlichen Einrichtungen, Läden, geschäften und Restaurants. Dieser Erfolg sport die Initiativgruppe "Aktion Noteingang" an, im neuen Jahr mit neuem Schwung an die Arbeit zu gehen.

 

aneg gewinnt Demokratiepreis der SPD- Landtagsfraktion

12. Dezember 2007


Am gestrigen Tag hat die Aktion Noteingang den Demokratiepreis 2007 der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag in Dresden erhalten. Die Aktion Noteingang belegte den dritten Platz bei dem Wettbewerb, bei dem sich rund 60 weitere sächsische Initiativen beworben hatten. Der Preis ist mit 250 Euro dotiert.

 

Laut der Jury wurde die Aktion Noteingang wegen ihres besonderen Engagements für Demokratie und Toleranz als ein Beispiel für Zivilcourage gewürdigt. Dazu erklärt Björn Redmann von der Sächsischen Landjugend e.V.: „Dieser Preis ist eine Auszeichnung für die ungeheuer aktiven Jugendlichen in der Aktionsgruppe. Er ist deshalb besonders wichtig, weil er verdeutlicht, worum es geht: Die demokratischen Rechte sind nicht nur einfach da, sondern müssen im Alltag verwirklicht werden. Die Eröffnung von Schutzräumen, von „Noteingängen“ ist solch eine demokratische Angelegenheit, weil es im Zweifel Verfolgten konkret Hilfe gibt im Sinne des Artikel 1 Absatz 1 unseres Grundgesetzes: Die Würde des Menschen ist unantastbar.“

Die Aktion Noteingang bietet erneut an, Läden, Geschäfte und öffentliche Einrichtungen  in Mittweida mit Aufklebern zu versorgen, auf denen steht: „Wir bieten Schutz vor rassistischen und faschistischen Übergriffen“. Wir werden noch in diesen Monat erneut Läden, Geschäfte und öffentliche Einrichtungen aufsuchen und ansprechen.


 

 

 

Fraktionsvorsitzender Martin Dulig mit einem Button von aneg am Stand

 

Pressestimmen zum Demokratiepreis

 


 Neuigkeiten von aneg Mittweida

Nach der Sommerpause ist aneg mit neuem Elan an die Arbeit gegangen. Die Noteingang- Gruppe traf sich in voller Stärke (15 junge Menschen) mit Herrn Fischer vom Gewerbeverein Mittweida e.V., um zu diskutieren, warum Herr Fischer eine deutliche ablehnende Haltung eingenommen hat. Die Gruppe hat auch verdeutlicht, in welcher Wucht seine ablehende Haltung bisher einen Erfolg von aneg verhindert hat. Es war ein langes und sehr gutes Gespräch. In dieser Folge hat die Gruppe auch besprochen, in welcher Weise und warum auch andere Aktivitäten wie die Podiumsdiskussion und das Bündnis bisher in je unterschiedlicher Weise wenig oder keinen Erfolg in der Stadt Mittweida haben und hatten.


Zum Tag "Weltoffenes Mittweida" am 29.09.2007 in der Turnhalle am Schwanenteich hat sich die Aktion Noteingang mit einem Stand präsentiert. Neben einigen anderen Ständen hat aneg dort Informationmaterialien angeboten und sich den Diskussionen mit interessierten BürgerInnen gestellt. In diesen Gesprächen wurde deutlich, dass breites Unverständnis vor allem bei auswärtigen BesucherInnen herrscht, was die bisher sehr gringe Unterstützung dieser Idee in der Stadt Mittweida betrifft. Diese Gespräche haben uns Mut gemacht und es wird eine weitere Aufklebertour im Oktober geben, auch wenn wir nicht davon ausgehen, dass der Nicht-Unterstützung nun eine Unterstützung folgt.

Eine weitere Infomöglichkeit sah die Aktion Noteingang beim Treffen der StreetworkerInnen des Landes Sachsen auf der Tagung des Landesarbeitskreises Mobile Jugendarbeit vom 22.-24. September 2007 in Limbach-Oberfrohna. Thema der Tagung, an der rund 80 StreetworkerInnen aus ganz Sachsen teilnahmen, war die "Gemeinwesenarbeit". In diesem Rahmen war nach Modellen gefragt, die sich auch im Kampf gegen Rechtsextremismus nutzen lassen und gleichermaßen auch Jugendliche beteiligen. Auf dem dafür eingereichteten "GWA-Markt" hat sich aneg aufgestellt und StreetworkerInnen von dieser Projektidee berichtet.

ERSTE AUFKLEBERTOUR

Am 7. August 2007 sind erstmals Teams in der Stadt Mittweida unterwegs gewesen, um mit LadeninhaberInnen und UnternehmerInnen das Gespräch zu suchen mit dem Ziel, den Aufkleber sichtbar in die Fenster hängen zu lassen.

Insgesamt haben drei Teams, bestehend jeweils aus drei Jugendlichen, über 50 Geschäfte und Läden aufgesucht und Gespräche geführt. Dabei sind viele intensive und interessante Diskussionen geführt worden. Eine Einrichtung (Jugendkeller des CVJM) hat sich sofort bereit erklärt, den Aufkleber anzuhängen. Andere Einrichtungen wollen noch darüber mit den MitarbeiterInnen sprechen und in vielen Läden war der Chef oder die Chefin nicht da, so dass keine schnelle Entscheidung getroffen werden konnte. Die meisten Läden wussten durchaus mit der Idee von "Aktion Noteingang" etwas anzufangen, weil sie aus Presse und Medien informiert waren. Leider lehnten aber auch viele die Initiative ab.

In zirka 15 Läden und Geschäften gab es eine klare Ablehnung der Aktion. Es gab Stimmen, dass die LadeninhaberInnen "auf der Seite des Bürgermeisters und des Gewebering" ständen, es im Schaufenster keinen Platz gäbe für die Aufkleber oder: "Wir sind ein weltoffenes Mittweida. Wir wollen es nur nicht nach außen so zeigen".

Durch ein Training im Rahmen des "Noteingang- Wochenende" im brandenburgischen Klein-Döbbern waren die Jugendlichen auf die Ansprache vorbereitet und hatten in kleinen Rollenspielen geübt, wie ein solches Gespräch geführt werden kann. Auch wenn es bei der Initiativgruppe an manchen Stellen Kopfschütteln über die Argumente der Absagen gab, wussten alle damit umzugehen.

Die Jugendlichen bewerteten die Gespräche insgesamt als gut und waren am Abschluss des Tages auch klar in ihrer Position: Wir machen weiter. Schließlich kann es ja auch sein, dass durch ein paar mehr Aufkleber im Stadtbild sich der Eine oder die Andere doch noch überzeugen lässt. Wir werden weiter das Gespräch suchen. Schon nächste Woche soll die nächste Tour starten.

 

Die Initiativgruppe

...ein weiterer Aufkleber hängt

 

 

STADT MITTWEIDA UND GEWERBERING UNTERSTÜTZEN ANEG NICHT 

Mit dem heutigen Tage haben wir die Position amtlich: Die Stadt Mittweida und der Gewerbering befürchten ein negatives Image für die Stadt, außerdem wäre die Aktion Noteingang nicht nötig, weil es eine gesetzloiche Verpflichtung zur Hilfe gäbe.

Dagegen schreibt MdB Detlef Müller (SPD), warum er die Position der Stadt nicht versteht. Er argumentiert, warum Mittweida die Aktion Noteingang braucht und rät Bürgermeister Damm, Aktion Noteingang zur Chefsache zu machen. Wir dokumentieren beide Veröffentlichungen:

      
Pressemitteilung der Stadt                          Offener Brief von MdB Detlef Müller

 

KONTROVERSE UND ERFOLGREICHE KONFERENZ

 Am 17. Juli hat die Initiativgruppe in Mittweida eien Konferenz veranstaltet, auf der sich knapp 30 MittweidaerInnen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft über "Akion Noteingang" informiert haben und die Idee diskutierten. Lesen Sie hier von den Ergebnissen...

 

 

AKTION NOTEINGANG IST GESTARTET
Am heutigen 02. Juli 2007 startete die Aktion Noteingang in Mittweida mit der Anbringung des ersten Aufklebers in der Stadt. An der EssBar am Markt in Mittweida haben 10 Jugendliche aus der Initiativgruppe einen ersten Aufkleber unter den Augen der Presse platzieren können.


Jugendliche bringen den ersten Aufkleber in der Stadt Mittweida an